Espresso zubereiten: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vom Bohnen mahlen bis zum fertigen Shot – so gelingt Espresso im Siebträger, auch als Einsteiger.

Guter Espresso ist kein Geheimwissen, sondern ein sauberer Ablauf: richtig dosieren, gleichmäßig verteilen, fest tampen, kontrolliert beziehen. Diese Anleitung führt dich in sechs Schritten durch die Zubereitung – mit konkreten Werten, an denen du dich orientieren kannst.

1. Frisch mahlen

Mahle direkt vor dem Bezug – gemahlener Kaffee verliert innerhalb von Minuten Aroma. Für Espresso brauchst du einen feinen, aber nicht pudrigen Mahlgrad. Als Startpunkt: so fein, dass der Shot bei 18 g Einwaage etwa 25–30 Sekunden läuft.

2. Dosieren und wiegen

Wiege deine Einwaage – 18 g sind für ein Doppelsieb der Standard. Ohne Waage schwankt die Dosis leicht um ±2 g, und das reicht, um denselben Kaffee völlig anders schmecken zu lassen.

3. Verteilen und tampen

Verteile das Mehl gleichmäßig im Sieb (kurz aufklopfen oder mit dem Finger nivellieren) und tampe mit geradem Druck. Wichtiger als viel Kraft ist eine ebene, gleichmäßige Oberfläche – so verhinderst du Channeling.

4. Beziehen

Spanne den Siebträger ein und starte direkt. Ziel: etwa 36 g Espresso in der Tasse (Verhältnis 1:2) in 25–30 Sekunden. Der Bezug sollte wie warmer Honig fließen – erst dunkel, dann goldbraun.

5. Beurteilen

Läuft der Shot zu schnell und schmeckt sauer, mahle feiner. Läuft er zu langsam und schmeckt bitter, mahle gröber. Ändere immer nur eine Variable pro Versuch – so findest du systematisch deinen Sweet Spot.

6. Dokumentieren

Notiere Bohne, Mahlgrad, Dosis, Zeit und Geschmack. Beim nächsten Mal startest du nicht bei null – genau dafür gibt es das Espresso-Tagebuch in der App, und die Foto-Analyse sagt dir, was du als Nächstes verbessern kannst.

Häufige Fragen zur Zubereitung

Wie viel Kaffee für einen Espresso?

Für ein Doppelsieb sind 16–20 g üblich, 18 g ist der gängigste Startpunkt. Entscheidend ist, dass du die Dosis konstant hältst.

Wie lange soll ein Espresso laufen?

Etwa 25–30 Sekunden für ein 1:2-Verhältnis. Die Zeit ist aber nur ein Indikator – am Ende zählt der Geschmack.

Brauche ich eine teure Maschine?

Nein. Eine gute Mühle und ein sauberer Ablauf bringen mehr als eine teure Maschine mit schlechter Vorbereitung.

Lass dich beim ersten Shot begleiten

Die App führt dich durch Dial-in und Zubereitung – kostenlos.

Kostenlos starten